Jahresbericht 2011

Bericht der Schriftführerin

Auch heuer wieder mein Rückblick über ein turbulentes Vereinsjahr. Der erste Termin ist nun schon traditionell der Neujahrgottesdienst in der Pfarrkirche. Dieser wurde von Martin geleitet. Anschließend verzichteten wir spontan auf die geplanten Weihnachtslieder und ließen uns lieber den Sekt und vor allem den Glühwein schmecken. Trotz eisiger Temperaturen und leichtem Schneegestöber stießen viele Gottesdienstbesucher mit uns auf ein gutes neues Jahr an.

 

Zur Freude aller Sängerinnen und Sänger übernahm Michaela Kangler – Lang nach ihrem Mutterschutzurlaub pünktlich zur ersten Chorprobe am 11. Januar wieder die Chorleitung. Claudia Elflein lud am 13.Februar 2011 zur Jahreshauptversammlung ins Florianstüberl. Die Kreisvorsitzende Hilde Humbs konnte Ursula und Stefan Kistenpfennig für 30 Jahre Chorgesang mit der goldenen Ehrennadel des BSB ehren, Alois Schmidt gar mit der goldenen Nadel des Deutschen Sängerbundes für 50 Jahre Gesang. Hilde hob den Zusammenhalt unseres Chores hervor und merkte an, dass dies nur möglich sei, wenn jeder einzelne Aktive Lust zum Singen, Freude an der Geselligkeit und Treue zum Verein hat.

 

Intern wurden Elke Hüllen für 10 Jahre, Berta Meier für 25 Jahre und Ludwig Wagner für 30 Jahre Singen geehrt.

 

Bei Kaffee und Kuchen verging die Zeit schnell und Ludwig hatte wieder die Bilder von 2010 und 1991 mit der „legendären Rheinfahrt“ dabei.

 

Aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen erbat sich Claudia Elflein eine Auszeit als 1. Vorsitzende. Daraufhin übernahm Ludwig die Vereinsführung, die er auch nach Claudias Rücktritt im November in vorbildlicher Weise und viel Engagement ausführte. Der Singkreisfasching am 26. Februar war wieder einmal ein voller Erfolg. Der 2. Vorsitzende Ludwig Wagner konnte viele maskierte Besucher im voll besetzten Lingauersaal begrüßen. Mit den beiden Liedern „Du passt so gut zu mir“ und „Lollipop“ stimmte der Chor auf einen vergnüglichen Abend ein und die Band „Jack Point“ sorgte von Anfang an für eine volle Tanzfläche.

 

Hermine Jahn, Jutta Kloth und Sepp Kelnhofer sorgten mit dem Sketch „Das Rezept“ für Erheiterung bei den Gästen. Sepp hatte es bei seiner resoluten Gattin Hermine nicht leicht und so musste die Ärztin Jutta ein Rezept für eine neue Ehefrau ausstellen.

Die vier Spitzenköche Hannes Fischer, Stefan Kistenpfennig, Alois Schmidt und Ludwig Wagner ließen mit der Unterstützung von Martin Fischer am Klavier die Gerüchteküche kräftig brodeln. Statt einem Kirtabaum sollte am Gemeindezentrum ein Windrad aufgestellt werden und auch mehrere Möglichkeiten eines „Drive- in“ wurden in Erwägung gezogen. So könnte im Untergeschoss des möglichen neuen Vollsortiment - Supermarkt der Wertstoffhof untergebracht werden, bei Dr. Gold fehlt noch eine Apotheke und beim Pfarrzentrum ein befahrbares Beichtzimmer. Mit der Werbung für den Singkreis sprachen sie den aktiven Chormitgliedern aus der Seele, denn uns allen tun die Singstunden am Dienstag sehr gut. „Eine kürzere Chorprobe“, das war Olgas Antwort auf Martins Frage nach Wünschen in der Singstunde am 29. März. Mit freien Getränken und Torte feierten wir ihren 50. Geburtstag.

 

Die Chorprobe war zwar kürzer, die anschließende Feier dafür etwas länger. Am 4. Juni um 8.00 Uhr stand wieder einmal ein Bus der Fa. Multerer bereit, der uns nach Landshut zu den Chortagen des BSB brachte. Fast alle waren bei sommerlichen Temperaturen pünktlich an den Abfahrtstellen, auf die Kiste Prosecco von Bettina warten wir jedoch noch heute. Nach nur einstündiger Fahrt waren die 22 Sänger mit ihren 10 Fans an ihrem ersten Ziel angekommen. Im“ Gasthaus Wadenspanner“ in Altdorf gab es erst einmal ein Frühstück, für manche zu ungesund, denn die Vollkornsemmeln waren zu wenig. Hungrig musste allerdings keiner bleiben, dafür war das restliche Angebot reichlich genug.

 

Gott sei Dank sangen wir uns erst nach dem Essen ein, unserer Chorleiterin wäre ansonsten der Appetit vergangen. Dass unser Einsingen mit dem eigentlichen Auftritt nicht unbedingt zu vergleichen ist, haben wir ihr dann aber später bewiesen.

Das Sängertreffen war als „Singende Meile“ konzipiert, dafür bekamen wir mit der Schülerin Kathi eine ortskundige Führerin zur Seite gestellt.

 

Der erste Treffpunkt war um 12.00 Uhr am Rathaus von Landshut, hier sangen wir mit den anderen Chören gemeinsam einen Kanon. Anschließend begaben wir uns zu unserem ersten Standort, der sich allerdings an einer viel befahrenen Straße befand. Wir machten es unseren Vorgängern nach und verlegten den Auftritt kurzerhand in ein Einkaufscenter in der Nähe. Hier war es auch schattiger und vor allem voller als auf dem Platz davor. Die Dame von der Security hatte allerdings alle Hände voll zu tun, uns und die Zuhörer herum zu scheuchen, um nicht die Wege für die Kunden zu versperren. Harmlose Kaffee- und Eisdielengäste kamen auf unserer Route ebenfalls in den Genuss unseres Gesanges. Und das war er, wie wir an den Reaktionen der Zuhörer sahen. Die Liedauswahl die Michaela getroffen hatte, war flott und von hohem Wiedererkennungswert. Ludwig unterstützte den Gesang bei zwei Liedern sogar mit der Gitarre.

Gruppenfoto Singen am 6. April 2011 in Landshut
Singen am 6. April 2011 in Landshut

Da wir nicht nur singen, sondern auch etwas über Landshut erfahren wollten, wartete um 14.30 Uhr eine Stadtführung auf uns. Hier erfuhren wir über das Leben und die Laster der verschiedenen Kurfürsten. Ob das Lustzimmer im Kurfürstenpalast als Anregung für einen Umbau bei Wagners diente, werden wir weiter verfolgen und beobachten. Auch die gotische Stiftskirche St. Martin besuchten wir. Sie weist mehrere Superlative auf, so hat sie mit 130m den höchsten Ziegelturm der Welt, die 30m hohe Kuppel des Kirchenschiffes hat einen Nachhall von 9 sec., das ist der zweitlängste in Europa. Hier fand auch die Hochzeit statt, die Landshut immer noch alle vier Jahre nachspielt und damals die größte und teuerste in Europa war.

 

Ab 16.00 Uhr konnten wir dann unsere Zeit frei gestalten, viele besuchten erst einmal die Verpflegungsmeile und verprassten die Getränke- und Essenmarken. Andere flanierten durch die Geschäfte auf der Suche nach einem Schnäppchen, oder ließen an der Isar die Seele baumeln.

 

Um 19.00 Uhr fanden wir uns aber alle wieder pünktlich beim Bus ein, um die Heimfahrt anzutreten. Nicht nur für mich war es ein schöner Tag und die Verbindung zwischen Vereinsausflug und Singen ist immer sehr gelungen.

 

Einer relativ kurzfristigen Einladung des Gesang- und Musikvereins Schwarzenfeld folgten wir am 9. Juli, sahen wir es doch als eine Generalprobe für unser Konzert am darauffolgenden Samstag an. Mit den abwechslungsreichen und gekonnt vorgetragenen Liedern waren wir ein Highlight des Abends.

 

Der Termin für unser Konzert am 16. Juli hätte nicht besser gewählt werden können. Es war einer der wenigen lauen Sommerabende des Jahres. Der aufwändig mit Blumen geschmückte Innenhof der Schule bot einen wundervollen Rahmen für uns und unsere Gäste. Der MGV „Sangesfreude Wenzenbach“ brachte in gewohnt beschwingter Weise sein Repertoire ein, das Akkordeonorchester Bernhardswald traf mit seinen bayerischen Märschen und Walzern den Publikumsgeschmack.

 

Den klassischen Teil des Programms übernahm das Querflötenensemble „Sternenrausch“ aus Regenstauf. Für ein Konzert, zu dem man als Gast geladen ist, waren manche Musikstücke jedoch viel zu lang, den Hinweis darauf kann das Ensemble als „Lehrgeld bezahlen“ verbuchen. Der Heart – Chor aus Regensburg wurde seinem Ruf mehr als gerecht, er bot ein hervorragendes Programm mit englischen Liedern in außergewöhnlicher stimmlicher Meisterleistung. Meiner Meinung nach brauchte sich der Singkreis allerdings nicht dahinter zu verstecken. Unser Vorteil liegt in der Vielfältigkeit unserer Lieder mit hohem Erkennungswert. Gefühlvolle Lieder wie „Die Rose“ und „Weilst ja Herz hast wie a Bergwerk“ wechselten sich ab mit dem flotten „Lollipop“ und „Baraba Ba“ aus dem spanischen Sprachraum. Unser Lieblingslied „One Moment in Time“ bildete den furiosen Abschluss. Bereichert wurde unser Gesang diesmal wieder wie üblich mit Martin Fischer am Klavier, Ludwig Wagner an der Gitarre und ganz neu mit Bettina Hallermann und Martin Fischer an zwei Congas, die beim „Siyahamba“ den Rhythmus vorgaben. Anschließend feierten wir noch bis spät mit unseren Gästen, die vorbereiteten Speisen und Getränke fanden reißenden Absatz. Es war ein rundum gelungenes Fest, vor allem möchte ich auch noch einmal den wunderbaren Zusammenhalt und die Bereitschaft, sich für den Verein einzubringen, hervorheben und „Herzlichen Dank“ sagen. Meine Liste für Kuchen- und Laugenstangenbäcker war übervoll.

Gruppenfoto Singkreis Bernhardswald am 16. Juli 2011 in Bernhardswald
Singkreis Bernhardswald am 16. Juli 2011 in Bernhardswald

Einen Urlaubschor anlässlich des Bürgerfestes in Maxhütte bildeten 7 Damen und 2 Herren des Singkreises zusammen mit einigen Schwarzenfelder Sängern und Damen des Fischbacher Kirchenchores. Die 25 Sängerinnen und Sänger gestalteten am 14. August den Gottesdienst am Rathaus mit rhythmischen Liedern und Gospels. Wie immer war der Auftritt sehr gut und wurde mit Applaus der Gottesdienstbesucher belohnt. Am Dienstag vorher bei der Probe war dies noch nicht abzusehen, hatten wir doch mit dem „ I`m gonna sing...“ so unsere Schwierigkeiten. Trotzdem lud uns Michaela anschließend zum Geburtstagsumtrunk in den alten Fischbacher Pfarrhof. Bei Sekt, Häppchen und guter Unterhaltung dauerte unsere Probe länger als gedacht.

 

Einen genauso schönen Abend verlebten die aktiven Sänger und Sängerinnen am 22. Oktober im Florianstüberl bei einem Herbstfest. Ein üppiges Buffet mit vielen unterschiedlichen Spezialitäten, und vom Verein gesponsertes Bier und Wein trugen zum Gelingen bei. Bei netter Unterhaltung verging die Zeit wie im Flug, es war kurz vor Mitternacht als die Letzten heimgingen.

 

Bei sonnigem Herbstwetter läutete das Singen zum Totengedenken am 13.November unseren vollen Terminkalender vor Weihnachten ein. Die Messe in der Kirche bereitete uns keinerlei Schwierigkeiten, und auch das von Michaela ausgesuchte Lied, das wir auf dem Friedhof sangen gelang gut.

 

Ein weiterer Höhepunkt im vergangenen Jahr war ohne Zweifel das Konzert am Vorabend des 1. Advents. Der Singkreis hatte sich mit den Schwoarzwihrlberg – Sängern, der Singkreis Danzl – Musi und Prof. Dr. Rupert Hochholzer weitere Gäste dazu eingeladen. Das abwechslungsreiche Programm kam bei den Zuhörern sehr gut an. Der Singkreis bot aber mit seinen unterschiedlichen Liedern einen glanzvollen Auftritt und mit dem „Weihnachtswiegenlied“ und dem „Tollite hostias“ einen stimmgewaltigen Höhepunkt. Bei Glühwein und weihnachtlichem Gebäck gab es anschließend noch ein gemütliches Beisammensein mit vielen Lobesworten seitens unseres Publikums. Auch in der Presse wurde unser Konzert mit sehr guter Kritik bedacht.

 

Bereits am nächsten Nachmittag nahm der Singkreis beim Bernhardswalder Christkindlmarkt mit Advents- und Weihnachtsliedern teil. Auf Initiative von Ludwig führte der Singkreis eine Brillensammelaktion zugunsten „Brillen ohne Grenzen“ des deutschen katholischen Blindenwerk e. V. durch. Ludwig kümmerte sich allerdings auch alleine um den anfallenden Arbeitsaufwand und die Versendung der gesammelten Brillen.

 

Einer Einladung des Akkordeon – Orchesters folgten wir am 3. Advent. Auch hier war unser Auftritt mit Weihnachtsliedern eine willkommene Abwechslung zum ansonsten rein instrumentalen Programm. Allerdings fiel uns Sängern und unserer Chorleiterin die Akustik der Schulturnhalle sehr negativ auf.

 

Wir gaben jedoch unser bestes und wurden auch mit reichlich Applaus belohnt. Nach einer verkürzten Chorprobe am 20. Dezember hielten wir unsere Weihnachtsfeier ab. Die Aktiven hatten wieder mit Plätzchen und deftigen Häppchen für das leibliche Wohl gesorgt, Glühwein und Getränke spendierte die Getränkekasse. Besinnliche und heitere Gedichte und Geschichten trugen zur Unterhaltung bei. Ein neues Weihnachtslied das leider bei den Konzerten nicht zur Aufführung kam, erlebte hier seine Premiere, und ein Weihnachtslied – Medley sorgte für Erheiterung. Dazwischen kam auch noch das Christkind für Singkreismitglieder mit leicht erhöhtem Arbeitsaufwand und für unsere allseits geschätzte Chorleiterin. Ein schöner geselliger Abend fand erst um 11 Uhr sein Ende.

 

Wieder einmal darf auch meine Statistik nicht fehlen. Am 31. Dezember 2011 betrug die Mitgliederzahl beim Singkreis 116. Bei nur einem Neueintritt verließen leider 7 Mitglieder den Verein. Auch die Anzahl der Aktiven hat sich auf 29 Sängerinnen und Sänger verringert. Davon singen 7 Damen im Alt und 12 im Sopran, 3 Herren bilden den Bass und 7 den Tenor. Von den 32 Chorproben wurden 2 von Martin geleitet und 1 von Alo, auch hier wieder herzlichen Dank dafür. Diese 32 Proben wurden durchschnittlich von 22,5 Aktiven besucht, das entspricht einer Quote von 78 %, der besten seit 2005. Ich hoffe wir können das im nächsten Jahr noch toppen. Elke, Jutta, Vev und Sepp Ender verpassten nur eine Chorprobe, Stefan Kistenpfennig ließ keine Probe aus, und mein Kontrollzwang euch gegenüber, ließ auch mich keine Singstunde verpassen.

Es sind aber auch immer wieder kuriose Proben, die zur Erheiterung beitragen und das Vereinsleben so schön machen. Sei es eine Probe bei gefühlten eineinhalb Metern Schnee, die unsere Chorleiterin nicht abhalten nach Bernhardswald zu kommen und mit den 14 anwesenden Aktiven zu proben, oder die verzweifelte Suche nach einem Marienlied, das sich leider nicht in unserem Repertoire befindet und Elfriede zur perfekten Lösung des Problems anregt, doch einfach das Volk singen zu lassen. Alle, die diese Proben versäumen sind selber schuld.

 

Zum Schluss meines Berichtes wünsche ich uns wieder ein harmonisches, erfolgreiches Sängerjahr das einmal in ruhigen Bahnen verlaufen soll.

 

Rita Baumgartner (Schriftführerin)